Fahrzeug ist nicht mehr fabrikneu nach beseitigtem Hagelschaden!

Erlei­det ein Fahr­zeug einen Hagel­scha­den, erlischt die Eigen­schaft „fabrik­neu“. Auch durch eine Instand­set­zung ist der Zustand nicht wie­der her­zu­stel­len. Dies geht aus einem Urteil des höchs­ten Gerichts in Öster­reich (OGH) her­vor, wel­ches aber auch für Deutsch­land rele­vant ist.

In die­sem Fall hatte der PKW beim Trans­port einen mas­si­ven Hagel­scha­den mit jeweils ca. 150 bis 200 Del­len an Dach und Motor­haube erlit­ten.  Das Auto­haus ließ die Del­len her­aus­drü­cken und die Dach­zier­leis­ten erset­zen (Kos­ten: 1.080 EUR).
Von den Del­len war nichts mehr zu sehen, aber eine beschä­digte Zier­leiste an einer Tür wurde nicht getauscht. Der Kunde ver­wei­gerte die Abnahme des Fahr­zeu­ges und trat vom Kauf zurück.
Da das Auto­haus die­sen Scha­den für eine Baga­telle hielt, wel­ches den Wert des Wagens nicht min­dere, klagte es auf Scha­dens­er­satz.

Die Klage blieb auch in der drit­ten Instanz erfolg­los. Der OGH bergrün­dete, dass das Fahr­zeug kein Neu­wa­gen bzw. nicht mehr „fabrik­neu“ sei. Der Käu­fer habe ein Recht gehabt, vom Ver­trag zurück­zu­tre­ten. Er habe vor­her keine Nach­frist set­zen müs­sen, nach­dem das Auto­haus die Lie­fe­rung eines Ersatz­au­tos abge­lehnt habe.

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