Familienrecht: Kein Vater heißt kein Unterhaltsvorschuss

Eine Frau, die nach einem One-​​Night-​​Stand mit einem Unbe­kann­ten schwan­ger wird, erhält kei­nen Unter­halts­vor­schuss, so das OVG Koblenz.

Der Fall: Eine Mut­ter will Unter­halts­vor­schuss für ihre Zwil­linge bean­tra­gen und dies wird abge­lehnt, da sie nicht weiß wer der Vater ist. Die Mut­ter erklärte, dass sie den Vater am Fast­nachts­sonn­tag in einer Bar in Koblenz ken­nen­ge­lernt hat. Da sie alko­ho­li­siert war, kann sie sich nicht mehr an sei­nen Namen erin­nern, sie weiß nur dass er Süd­län­der war. Nach 2 Wochen bemerkte sie, dass sie Schwan­ger sei und wollte Unter­halts­vor­schuss bean­tra­gen. Da sie nicht sagen konnte wer der Vater von den Kin­dern ist, lehnte der beklagte Land­kreis den Antrag ab. Des­halb erhob das Job­cen­ter Klage gegen den Land­kreis, doch die Klage wurde vom Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz abge­wie­sen und die ein­ge­legte Beru­fung wurde dann vom Ober­ver­wal­tungs­ge­richt (OVG) zurück gewie­sen.

Mit­wir­kungs­pflicht der Mut­ter
Nach dem OVG sei die Kin­des­mut­ter ihren Mit­wir­kungs­pflich­ten nicht aus­rei­chend nach­ge­kom­men. Sie hätte nach der Fest­stel­lung der Schwan­ger­schaft ver­su­chen müs­sen, den Kin­des­va­ter am Ort des Gesche­hens anzu­tref­fen oder dort Infor­ma­tio­nen über ihn zu beschaf­fen.

OVG Koblenz Urt. v. 24.09.2018, Az. 7 A 103000/18.OVG.

 

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