Onlinerecht: Löschung einer negativen Bewertung

Auf einem Bewer­tungspor­tal wurde ein Gas­tro­no­mie­be­trieb mit nur einem von fünf mög­li­chen Ster­nen bewer­tet. Dabei wurde kein Kom­men­tar hin­ter­las­sen. Folg­lich beschwerte sich der Inha­ber des Gast­hau­ses bei dem Por­tal­be­trei­ber und wollte die Bewer­tung mit der Begrün­dung gelöscht haben, dass der Bewer­ter nie Gast war. Weder der Name war bekannt, noch konn­ten sich die Mit­ar­bei­ter an sei­nen Besuch erin­nern.

Gast­haus­be­trei­ber kann Löschung der nega­ti­ven Bewer­tung ver­lan­gen

Das Land­ge­richt Ham­burg for­derte den Por­tal­be­trei­ber zur Löschung der Bewer­tung auf. Die­ser hätte nach der Beschwerde des Gast­wirts wei­tere Nach­for­schun­gen anstel­len müs­sen. Unter­lässt er dies und ver­wei­gert er die Löschung der Bewer­tung, stellt dies eine Ver­let­zung des Per­sön­lich­keits­rechts dar.

Urteil des LG Ham­burg vom 12.01.2018, 324 O 63/​17, MMR 2018, 407.

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