Reiserecht: Ausgleichsanspruch wegen Flugverspätung auch außerhalb der EU

Einem Flug­rei­sen­den steht nach neus­tem Urteil des EuGH ein Aus­gleichs­an­spruch zu, wenn der Flug mit wesent­li­cher Ver­spä­tung auch in Dritt­staa­ten außer­halb der EU Anschluss­flüge hat.

In dem ent­schie­de­nen Fall buchte eine deut­sche Tou­ris­tin über die Royal Air Maroc einen Flug von Ber­lin nach Aga­dir in Marokko. Sie musste zwi­schen­lan­den und umstei­gen in Casa­blanca, dort teilte man ihr aller­dings mit, ihr Sitz­platz sei ander­wei­tig ver­ge­ben wor­den. Sie buchte einen Anschluss­flug mit einer neuen Maschine der­sel­ben Air­line und erreichte vier Stun­den ver­spä­tet das Rei­se­ziel in Aga­dir.
Die Zwi­schen­lan­dung in Marokko stand nach der Ent­schei­dung des EuGH dem Aus­gleichs­an­spruch nicht ent­ge­gen.

EuGH, Urteil vom 31.05.18 C-​​537/​17.

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