Verbot von Gelnägeln aus hygienischen Gründen

Das Robert Koch-​​Institut emp­fiehlt aus Hygie­ne­grün­den, in medi­zi­ni­schen Arbeits­be­rei­chen (Kran­ken­häu­ser, Arzt­pra­xen, Pfle­ge­ein­rich­tun­gen etc.) auf das Tra­gen von lan­gen und lackier­ten Gel­fin­ger­nä­geln zu ver­zich­ten. Das Arbeits­ge­richt Aachen hat dar­auf­hin ent­schie­den, dass einer Hel­fe­rin im sozia­len Dienst das Tra­gen sol­cher Nägel bei der Arbeit unter­sagt wer­den darf. Die Ange­stellte hatte gegen ihren Arbeit­ge­ber geklagt, dass die­ses Ver­bot ihr all­ge­mei­nes Per­sön­lich­keits­recht ver­let­zen würde.

Gesund­heit vor Indi­vi­dua­li­tät

Das Gericht gab dem Arbeit­ge­ber Recht. Zur Begrün­dung wurde aus­ge­führt, dass sich auf künst­li­chen Fin­ger­nä­geln mehr Bak­te­rien befin­den und dadurch die Hygiene der Hände beein­träch­tigt werde. Zudem bestehe die Gefahr, dass Ein­mal­hand­schuhe beschä­digt wür­den. Der Schutz der Gesund­heit der Bewoh­ner des Alten­heims über­wiegt daher das Inter­esse der Arbeit­neh­me­rin, ihr Äuße­res nach ihren indi­vi­du­el­len Wün­schen zu gestal­ten.

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