Verkehrsunfall im Ausland – so machen Sie Ihre Ansprüche geltend

Die Corona-​​Krise hat bereits viele Urlaubs­pläne ver­ei­telt. So warnt das Aus­wär­tige Amt immer noch vor nicht not­wen­di­gen tou­ris­ti­schen Rei­sen in viele Län­der – nun auch wie­der vor Rei­sen nach Spa­nien. Denn dort beste­hen wei­ter­hin enorme Ein­schrän­kun­gen, wie bei­spiels­weise Ein­rei­se­be­schrän­kun­gen oder Qua­ran­tä­ne­maß­nah­men. Zudem kann es erneut ohne Vor­an­kün­di­gung zu sofort wirk­sa­men ver­schärf­ten Ein­reise– oder Qua­ran­tä­ne­vor­schrif­ten kom­men.

Warum also nicht ein Urlaub in der Nähe? In einem Urlaubs­ort, der mit dem Auto erreich­bar ist.

Doch was pas­siert, wenn sich im Aus­land ein Auto­un­fall ereig­net? Ein Ver­kehrs­un­fall ist immer eine uner­freu­li­che Ange­le­gen­heit. Ereig­net sich die Kol­li­sion noch dazu im Aus­land, wird es noch dazu recht­lich kom­pli­ziert. Wo mache ich meine Ansprü­che gel­tend – im „Unfall­land“ oder zuhause in Deutsch­land? Nach wel­chem Recht rich­tet sich die Unfall­re­gu­lie­rung? Diese und wei­tere Fra­gen, die sich nach einem Unfall im Aus­land stel­len, sol­len im Fol­gen­den beant­wor­tet wer­den:

An wen wende ich mich nach einem Unfall im Aus­land?

Die Unfall­schä­den kann der Geschä­digte bei der geg­ne­ri­schen Ver­si­che­rung im „Unfall­land“ gel­tend machen. Gestal­tet sich die Abwick­lung schwie­rig, zum Bei­spiel auf­grund der Sprach­bar­riere, kann man sich auch an den Regu­lie­rungs­be­auf­tra­gen der aus­län­di­schen Ver­si­che­rung in Deutsch­land wen­den. Betrof­fene kön­nen die­sen Beauf­trag­ten mit­hilfe des Zen­tral­rufs der Auto­ver­si­che­rer ermit­teln.

Zen­tral­ruf der Auto­ver­si­che­rer, Tel.: 0800 2502600

Begeht der Unfall­geg­ner nach der Kol­li­sion Unfall­flucht oder gibt seine Kfz-​​Haftpflichtversicherung nicht preis, emp­fiehlt es sich, den Zen­tral­ruf der Auto­ver­si­che­rer zu kon­tak­tie­ren. Die­ser ermit­telt die geg­ne­ri­sche Haft­pflicht­ver­si­che­rung anhand des Kenn­zei­chens. Zusätz­lich dazu nennt der Zen­tral­ruf den von die­ser Ver­si­che­rung beauf­trag­ten Scha­dens­re­gu­lie­rer in Deutsch­land.

Rea­giert ein Unfall­geg­ner hin­ge­gen inner­halb einer bestimm­ten Frist nicht oder kann gar nicht erst ermit­telt wer­den, über­nimmt die Ver­kehrs­un­fall­hilfe der deut­schen Ver­si­che­rer die Scha­den­re­gu­lie­rung.

Was mache ich, wenn sich die Ver­si­che­rung wei­gert, mei­nen Scha­den zu erset­zen?

Kommt mit der geg­ne­ri­schen Ver­si­che­rung hin­sicht­lich der Unfall­scha­dens­re­gu­lie­rung keine Eini­gung zustande, besteht die Mög­lich­keit, die Ansprü­che gericht­lich gel­tend machen – und zwar im eige­nen Hei­mat­land. Zu beach­ten gilt dabei jedoch, dass man zwar „zuhause“ kla­gen kann, dabei aber nicht das Recht des Hei­mat­lan­des Anwen­dung fin­det, son­dern das Recht des „Unfall­lan­des“. Das heißt, dass der Ver­si­che­rer gege­be­nen­falls nicht all die Kos­ten erstat­tet, die er nach deut­schem Recht hätte erset­zen müs­sen.

Das gilt ins­be­son­dere bei Scha­den­fol­ge­kos­ten. Dabei han­delt es sich um sol­chen Kos­ten, die nicht unmit­tel­bar durch den Unfall, aber in Folge des­sen ent­stan­den sind, wie etwa Gut­ach­ter– oder Miet­wa­gen­kos­ten. Es emp­fiehlt sich also, zunächst dies­be­züg­lich recht­li­che Bera­tung ein­zu­ho­len, bevor sol­che Fol­ge­kos­ten ver­ur­sacht wer­den.

Hin­weis: Die vor­ge­nann­ten Grund­sätze gel­ten, wenn sowohl der Geschä­digte als auch der Schä­di­ger ihren Wohn­sitz in einem EU-​​Mitgliedsstaat haben.

Wur­den Sie im Aus­land in einen Unfall ver­wi­ckelt und sind unsi­cher, wie Sie nun am bes­ten wei­ter ver­fah­ren? Oder wei­gert sich die geg­ne­ri­sche Ver­si­che­rung für Ihre Unfall­schä­den auf­zu­kom­men? Mel­den Sie sich bei uns! Wir prü­fen die Sach– und Rechts­lage und bera­ten Sie gerne zu all Ihren Fra­gen rund um das Thema Scha­dens­re­gu­lie­rung nach einem Unfall im Aus­land!

 

Foto : stock​.adobe​.com/​b​a​tuhan toker; stock​.adobe​.com/​s​tudio v-​​zwoelf

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