Rettungsgasse als Lebensretter – so verhalten Sie sich richtig

Kommt es auf der Auto­bahn zu einem Unfall, bedarf es schnel­ler Hilfe. Dazu ist eine Ret­tungs­gasse not­wen­dig. Nur mit­hilfe einer Ret­tungs­gasse kann gewähr­leis­tet wer­den, dass die Ret­tungs­kräfte den Unfall­ort so schnell wie mög­lich errei­chen. Sind bei einem Unfall Men­schen ver­letzt wor­den, kön­nen oft Minu­ten über Leben oder Tod ent­schei­den. Aber auch wenn glück­li­cher­weise nie­mand zu Scha­den gekom­men ist, kann eine Ret­tungs­gasse dazu bei­tra­gen, dass die Unfall­stelle schnell geräumt wird und die Auto­bahn wie­der befah­ren wer­den kann. Und obwohl eine Ret­tungs­gasse Leben ret­ten kann, sind viele Auto­fah­rer im Ernst­fall über­for­dert und wis­sen nicht, wie man sie sich rich­tig ver­hal­ten sol­len.

Doch wie ver­hält man sich rich­tig?

1. Wich­tig: Die Ret­tungs­gasse muss bereits dann gebil­det wer­den, wenn der Ver­kehr ins Sto­cken gerät. Rea­giert man erst, wenn schon Blau­licht zu sehen ist, ste­hen die Autos bereits zu dicht anein­an­der, sodass erst auf­wen­dig ran­giert wer­den müsste.

2. Die Ret­tungs­gasse wird zwi­schen dem lin­ken und den übri­gen rech­ten Fahr­strei­fen gebil­det. Das heißt also, dass die Autos auf der lin­ken Spur so weit wie mög­lich nach links fah­ren. Die Fahr­zeuge auf dem bzw. den mitt­le­ren und dem ganz rech­ten Fahr­strei­fen fah­ren hin­ge­gen so weit wie mög­lich nach rechts.

3. Der Stand­strei­fen darf auch wei­ter­hin nicht befah­ren wer­den und muss für Pan­nen­fahr­zeuge frei­ge­hal­ten wer­den.

4. Auch wenn bereits ein Ret­tungs­fahr­zeug vor­bei­ge­fah­ren ist, darf nicht auf die eigene Spur zurück­ge­fah­ren wer­den. Oft kom­men meh­rere Ein­satz­fahr­zeuge zeit­ver­setzt am Unfall­ort an.

Hin­weis: Bil­den Sie keine Ret­tungs­gasse, obwohl der Ver­kehr stockt, droht ein Buß­geld in Höhe von 200 Euro. Dazu kom­men zwei Punkte in Flens­burg.

Seit Inkraft­tre­ten der StVO-​​Novelle am 28. April 2020 wurde dar­über hin­aus ein ein­mo­na­ti­ges Fahr­ver­bot ver­hängt, wenn keine Ret­tungs­gasse gebil­det wurde, obwohl der Ver­kehr bereits stockte. Nun ist die Reform jedoch unwirk­sam und wird von den Län­dern nicht mehr ange­wen­det. Ein Fahr­ver­bot droht damit nicht mehr. Das sollte jedoch nie­man­den davon abhal­ten, wenn nötig auch wei­ter­hin eine Ret­tungs­gasse zu bil­den.

 

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